Die Osteoporose ist eine Erkrankung, die zu einer Verringerung der Knochendichte führt und vor allem ältere Menschen betrifft. Zu den Medikamenten, die diesen Prozess verlangsamen können, gehören Bisphosphonate. Diese können jedoch als Nebenwirkung eine Osteonekrose der Kieferknochen verursachen, also den Abbau von Knochengewebe aufgrund einer unzureichenden Blutversorgung.
Viele Menschen glauben, dass diese Medikamente eine Kontraindikation für das Einsetzen von Implantaten darstellen. Das Risiko besteht jedoch nur in sehr wenigen Fällen. Studien, die in internationalen medizinischen Fachzeitschriften wie dem Journal of Oral Implantology veröffentlicht wurden, zeigen, dass es keine absoluten, sondern nur relative Kontraindikationen für Patienten gibt, die Bisphosphonate zur Behandlung von Osteoporose einnehmen.
Die Risiken hängen von der Dosierung ab. Beispielsweise werden Bisphosphonate auch in der Onkologie eingesetzt, wobei die Dosierungen um ein Vielfaches höher sind als bei der Behandlung von Osteoporose.
Es müssen daher bestimmte Risikofaktoren berücksichtigt werden, darunter die Art der Behandlung (oral oder intravenös), die Dosierung und die Dauer der Therapie, die den Erfolg des Eingriffs beeinträchtigen könnten. Patienten mit Osteoporose, die Bisphosphonate einnehmen, sollten ihren Arzt über diese Parameter informieren und vor dem Eingriff eine gründliche Untersuchung durchführen lassen.
Im Allgemeinen steigt das Risiko einer Osteonekrose nur bei hohen Dosierungen dieser Medikamente. Dies wird auch durch eine aktuelle Studie bestätigt, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Journal of Bone and Mineral Research veröffentlicht wurde.










